Die Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle (ZBV) wurde bei der Oberfinanzdirektion Koblenz gegründet, um die Zentralisierung aller mit der Besoldung, Vergütung, Entlohnung und Versorgung der Landesbediensteten zusammenhängenden Arbeiten zu erreichen.
Sie nahm am 10.06.1968 aufgrund eines gemeinsamen Runderlasses der obersten Landesbehörde mit zunächst 19 Mitarbeitern ihre Arbeit auf. Bis dahin war jede Behörde im Land für die Besoldung ihrer Mitarbeiter selbst zuständig. Dies führte wegen des zunehmend komplizierter werdenden Besoldungs- und Tarifrechts oft zu Ungleichbehandlungen und Ungerechtigkeiten.
Mit Einrichtung der ZBV sollte neben einer einheitlichen Rechtsanwendung eine Rationalisierung erreicht werden. Damals verfügte die Oberfinanzdirektion Koblenz bereits über eine leistungsfähige Datenverarbeitung.
Die Zuständigkeit der ZBV ist in einer Zuständigkeitsverordnung geregelt. Diese Verordnung regelt auch eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben, die mit der eingangs beschriebenen Hauptaufgabe verwandt bzw. verknüpft sind. Dies sind u.a. die Erteilung von Auskünften an die Familiengerichte, die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen aus übergegangenem Recht (§ 98 LBG, § 87a BBG).
In der Zeit von 1977 bis einschließlich 1995 erfolgte durch die ZBV auch die zentrale Abrechnung und Erstattung des Bundeskindergeldes nach den Vorschriften des BKGG für alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Rheinland-Pfalz. Seit 1996 setzt die ZBV als Familienkasse (seit Mai 2006 Landesfamilienkasse) das Kindergeld nach den Vorschriften der §§ 62 - 78 EStG fest und zahlt das Kindergeld aus.
Im Rahmen der Zentralisierung der Beihilfefestsetzung für die Landesbediensteten innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz wurde am 23.11.1992 ein eigenes Beihilfereferat gegründet, das nach und nach die Beihilfefestsetzung sämtlicher Landesbediensteter übernahm. Als letzter Schritt wurde zum 01.01.2000 die Übernahme der Beihilfestellen der ehemaligen 3 Bezirksregierungen in Trier, Neustadt und Koblenz vollzogen, so dass mit diesem Stichtag für das Land Rheinland-Pfalz nur noch eine Beihilfefestsetzungsstelle besteht.
Der Leiter der ZBV verwaltet seit Oktober 1996 auch den Finanzierungsfonds für die Beamtenversorgung des Landes Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus hat die ZBV für über 60 andere staatsnahe Institutionen die Lohnzahlung übernommen.
Die Zentralisierung all dieser Aufgaben hat es erforderlich gemacht, sämtliche Teilbereiche der ZBV "unter einem Dach" zusammenzuführen. Seit dem 03.12.1999 ist die ZBV in der Hoevelstraße 10 untergebracht. Die Einweihung des neuen Dienstgebäudes erfolgte am 17.01.2000.
Die Anzahl der Beschäftigten stieg von 19 in 1968 auf heute über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Seit dem 01. Oktober 2001 hat die Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle den Status einer Abteilung der Oberfinanzdirektion Koblenz.

